Rhetorische Mittel – Die 10 wichtigsten !

Einfach reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist, das funktioniert in den meisten Fällen eher schlecht als recht. Redner, die ihr Publikum überzeugen und begeistern möchten, müssen schon etwas mehr tun. Dazu gehört zum Beispiel das Wissen um die wichtigsten rhetorischen Stilmittel sowie der richtige Einsatz derselben.

Hier folgt in lockerer Reihe nun eine Serie der 10 wichtigsten Rhetorischen Mittel, beginnend mit dem Adynaton. Was ist das?

Der Begriff Adynaton stammt aus dem Griechischen und kann mit „Unmögliches“ übersetzt werden. Das Adynaton dient also der Bekräftigung oder Erklärung durch Bezug auf etwas was allgemein für völlig unmöglich gehalten wird.

Beispiel:

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher …..

Eher geht die Welt unter, als dass……

Als die Eagles nach ihrer Wiedervereinigung 1994 ein neues Album heraus brachten, nannten sie es „Hell freezes over“. Der Grund war, dass einige Bandmitglieder bei der Trennung 1980 bekundet hatten, dass eher die Hölle zufrieren würde, bevor die Band noch einmal zusammen auf der Bühne steht. Auch so kann man rhetorische Mittel beziehungsweise rhetorische Stilmittel einsetzten. In diesem Fall ein Adynaton.

Rhetorische Mittel wie das Adynaton sind rhetorische Stilmittel die man einsetzt, um die eigene Ansicht zu verstärken, dass ein bestimmter Fall unter keinen Umständen eintreten wird. Beim Adynaton geschieht dies indirekt. Das rhetorische Stilmittel ist hier, einen anderen Umstand in einen Vergleich zu setzen, dass also eher das berühmte Kamel durchs Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.

Das rhetorische Mittel Adynaton entstammt dem griechischen Altertum und findet, wie auch andere rhetorische Stilmittel, Eingang in klassische Schriften wie Homers Ilias. Allerdings findet dort kein Wahrscheinlichkeitsvergleich statt. Das rhetorische Stilmittel Adynaton in seiner komparativischen Variante findet sich eher in der klassischen römischen Dichtkunst.

Wie andere rhetorische Mittel sollte auch dieses eher sparsam eingesetzt werden, da es seine Kraft aus dem Vergleich und der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Ereignisses bezieht. Rhetorische Mittel wie dieses verblassen bei zu häufigem Einsatz. Daher ist ein Redner gut beraten diese rhetorische Figur nur einmal in einen Vortrag einzubauen, um damit Wirkung zu erzielen.

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