Reden schreiben – immer die richtigen Worte finden

Reden schreiben – immer die richtigen Worte finden

Reden schreiben – das klingt einfach, kann aber Schwerstarbeit sein, wenn die Worte fehlen. Gute Reden schreiben heißt: Das Wesentliche nie aus den Augen zu verdienen, den Humor nicht zu vergessen und die Zuhörer zu unterhalten und sie nach Möglichkeit nicht zu langweilen. Es ist vielleicht nicht ganz so einfach eine Rede zu schreiben, aber unmöglich ist es auch nicht.

Reden schreiben – was ist wichtig?

Wer eine Rede halten will, der sollte ein arabisches Sprichwort beherzigen: „Ein guter Redner macht den Hörer mit den Ohren sehend“, was nichts anderes heißt als: Eine Rede muss packend sein, sie muss mitreißen und die Zuhörer vom ersten bis zum letzten Wort fesseln. Bevor die Rede aber gehalten wird, muss sie zuerst geschrieben werden. Wenn es darum geht, eine Rede zu schreiben, dann sollte der Redner zunächst überlegen, welche Botschaft er in seine Rede verpacken will. Was ist der Anlass für die Rede? Wie viele Menschen werden diese Rede hören? Soll sie persönlich sein oder doch besser neutral?

Eine Rede zu einem runden Geburtstag ist persönlich, die Rede zur Eröffnung einer Veranstaltung eher nicht. So wichtig wie der Anlass und die Botschaft, ist es zu wissen, vor welchem Publikum die Rede gehalten wird. Sind die Zuhörer jung oder sind es ältere Herrschaften? Wer erfolgreich Reden schreiben und halten will, der muss auf seine Zuhörer eingehen, wer vor älteren Menschen spricht, der sollte zum Beispiel vermeiden zu viele „Modewörter“ in den Text einzubauen, die dagegen bei jüngeren Zuhörern gut ankommen werden.

Reden schreiben – fünf goldene Regeln

Es gibt fünf goldene Regeln, die alle beachten sollten, die Reden schreiben wollen oder müssen:

  • Jede Rede muss informativ und interessant sein
  • Das Gesagte muss für die Zuhörer immer nachvollziehbar sein
  • Lange und kurze Sätze sollten sich abwechseln
  • Der Humor sollte immer fein dosiert werden
  • Ein guter Redner führt immer ein Zwiegespräch mit seinen Zuhörern

Vieles ist vielleicht nicht ganz so einfach, zum Beispiel die richtige Portion Humor, denn die Zuhörer zum Lachen zu bringen, kann eine schwere Aufgabe sein. Alle, die eine wirklich gute Rede schreiben, sollte sich zunächst einmal selbst fragen, über was sie lachen können, aber Vorsicht, nichts ist schlimmer als ein platter Witz. Die Zuhörer sollen bei einer Rede auch nicht schallend lachen, wenn sie schmunzeln, dann ist es optimal. Informativ heißt, die Zuhörer über das Wesentliche zu informieren, sie aber nicht mit endlosen Fakten und Daten zu langweilen. Auch wenn es um ein fachlich anspruchsvolles Thema geht, zu viel „Fachchinesisch“ bringt auch einen geduldigen Zuhörer irgendwann einmal zum Gähnen. Wer sich an diese Regeln hält und sie in seine Rede einbezieht, der kann nicht viel falsch machen.

Was sollte beim Reden schreiben vermieden werden?

Es gibt einiges, was in einer Rede nichts zu suchen hat und was der Redner nach Möglichkeit vermeiden sollte. So haben Substantive in einer Rede nichts zu suchen, Verben sind die Seele einer wirklich guten Rede. Sätze wie Bandwürmer ohne Punkt und Komma sind hingegen der Tod einer Rede, denn die Zuhörer können dem Redner nicht mehr folgen, sie schalten ab und hören nicht mehr zu. Für den Redner heißt das: Er könnte auch vor leeren Stühlen reden. Das, was der Redner sagt, sollte der Wahrheit entsprechen, mit Andeutungen oder noch schlimmer mit offensichtlichen Lügen können die Zuhörer nichts anfangen, ein guter Redner ist redlich. Eine Rede voller Negationen ist eine schlechte Rede, weil jedes Publikum unterhalten werden will, perfekt ist eine Rede, bei der sich Ernst und Humor die Waage halten.

Reden schreiben kann sehr einfach sein, der Redner sollte aber immer darauf achten, dass er sich nicht überschätzt und die Zuhörer nicht unterschätzt.

 

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