Reden lernen – mit professionellem Coaching zum Erfolg

Reden lernen

Reden lernen ist leicht als man glaubt, aber die Hemmungen im Bereich der Kommunikation müssen nicht als Schicksal hingenommen werden. Jede betroffene Person kann etwas gegen diese Kommunikationshemmungen tun.

Maulfaul oder missmutig?

Viele Menschen brauchen eine gewisse Zeit, um zu bemerken, dass es nicht stets etwas mit ihnen selbst zu tun haben muss, wenn sie zum Beispiel einen Raum betreten und plötzlich die Gespräche abbrachen. Es kommt der betroffenen Person oftmals so vor, als wäre das Kollektiv gegen sie. Wenn es Ihnen genauso ergeht, gehen Sie auf die Mitarbeiter zu und sprechen sie diese an. Lassen Sie sich nicht ihre Stimmung durch ein solches Verhalten verderben! Durch Reden können derartige Missverständnisse vermieden werden.

In alltäglichen Situationen werden uns immer wieder so genannte maulfaule Menschen begegnen. Maulfaul deshalb, weil es ihnen nicht beigebracht wurde, einfach ohne Scheu drauf los zu reden. Oder auch, weil ihnen schlicht und einfach eine bestimmte Situation die Sprache verschlagen hat.

Insbesondere im geschäftlichen Alltag tragen derartige Hemmungen im Bereich des Redens nicht selten zu einer schlechten Stimmung bei. Gerade Mitarbeiter, denen durch ein solches Verhalten Informationen vorenthalten werden, bekommen hierdurch das Gefühl der Ausgrenzung aus dem Kollektiv. Geschäftspartner und Kunden, die keine ausreichenden Informationen erhalten, fühlen sich nicht ernst genommen und wechseln relativ schnell zu einem Konkurrenzunternehmen.

Kommunikationsschwächen auf der Spur

Eine mangelhafte Kommunikation ist glücklicherweise kein Schicksal, es kann etwas dagegen unternommen werden. Nicht selten passiert es, dass etwas Ausgesprochenes bei seinem Gegenüber ganz anders ankommt, als es eigentlich gemeint war. Um dies zu verhindern gilt es seinen eigenen Schwächen in der Kommunikation auf die Schliche zu kommen. Das eigene Verhalten während des Redens sollte analysiert werden. Hierfür eignet sich ausgezeichnet die Möglichkeit von Videoaufnahmen. Lassen Sie sich während Ihrer Analyse stets von den folgenden Fragen leiten:

Wie ist mein Stil während des Redens? Spreche ich laut genug oder doch zu leise? Rede ich zu schnell, eventuell zu langsam? Wie ist der Klang meiner Stimme, monoton? Nutze ich die Körpersprache zur Betonung meiner gemachten Äußerungen? Sind meine Satzstellungen zu kurz oder zu lang? Nutze ich gar zu viel an Fach- oder Fremdwörtern? Wie wirke ich auf mein Gegenüber?

Ändern des Verhaltens während des Redens

In zahlreichen kleineren Schritten können Redehemmungen besiegt werden. Dazu wird erst einmal der feste Willen benötigt, wirklich etwas am eigenen Redeverhalten ändern zu wollen. Dabei dürfen Sie aber keine Änderungen in großen Schritten erwarten. Veränderungen im Verhalten während des Redens dauern gewöhnlich eine gewisse Zeit. Ein aktives und stetes Wiederholen der Übungen ist erforderlich, um ein neues Verhalten zu erlernen. Das Reden und Kommunizieren muss jeden Tag beharrlich geübt werden. Trotz aller Widrigkeiten sollten Sie sich hieran nicht den Spaß nehmen lassen.

Nutzen von Redegelegenheiten

Bestenfalls integrieren Sie kleine Zwischengespräche mit Personen, die Ihnen jeden Tag begegnen. So können Sie auch schon den Postboten kurz ansprechen und nach seinem Befinden fragen. Oder Sie sprechen Ihre Kollegen im Büro während der Kaffeepause an und erkundigen sich, wie diese das Wochenende oder den gestrigen Abend verbracht haben. Auch ein Kunde am Telefon kann in einen kleinen Small-Talk verwickelt werden. Alle diese kleinen Szenen helfen Ihnen beim Üben des neuen Verhaltens während des Redens.

Einen passenden Einstieg finden

Vielen fällt es schwer, den passenden Einstieg in ein Gespräch zu finden. Deshalb sollten Sie sich keine übermäßigen Sorgen machen. Einer Vielzahl von Menschen hilft es über ganz belanglose Dinge zu reden, beispielsweise das Wetter. Dies ist ein idealer Einstieg, das Reden zu üben. Machen Sie sich keine Sorgen darüber, eine „dumme“ Frage zu stellen. In der Regel haben sich gerade diese angeblich dummen Fragen als die besten Einstiegshelfer für Gespräche herausgestellt.

Reden vor Zuhörern

Nachdem Sie diese Hürde gemeistert haben, sollten Sie sich ein wenig steigern und Reden vor Zuhörern einüben. Reden lernen Sie am besten immer noch durch Reden direkt. Dabei beginnen Sie am besten mit Themen, mit denen Sie sich bestens auskennen. Neben Sie Ihre Rede auf und analysieren Sie diese im Nachhinein.

Hier finden Sie unter anderem die folgenden Tipps:

Gute Vorbereitung ist das A und O, deshalb nehmen Sie sich genügend Zeit für die Recherche. Achten Sie auf die richtige Wortwahl! Es nützt nichts, wenn Sie einen Schreibstil anwenden, der zwar erstklassig klingt, den Sie aber mit ihrer Stimme nicht wiedergeben können. Lassen Sie ihre Persönlichkeit mit einfließen, das verleiht der Rede die persönliche Note und lässt Sie glaubwürdiger wirken. Noch ein Aspekt, der ihre Glaubwürdigkeit unterstreicht ist, die Rede mit einem persönlichen Aufhänger zu beginnen. Versuchen Sie, mit einem ihrer Lieblingsthemen zu beginnen und galant die Überleitung auf das eigentliche Thema zu finden. So fallen Sie quasi nicht direkt mit der Tür ins Haus!

Frei reden lernen – Üben vor dem Spiegel. Sie haben die Rede fertig? Prima! Jetzt geht’s ans Üben. Stellen Sie sich vor den Spiegel (allein!), versuchen Sie so entspannt wie möglich zu sein und beginnen Sie mit dem frei reden. Selbstverständlich dürfen Sie dazu auch auf ihre schriftlichen Aufzeichnungen schauen. Je öfter sie üben, desto mehr werden Sie merken, dass sie immer öfter den Kopf heben und ohne Ablesen zu Recht kommen. Denn eins ist klar – Frei reden kann man nur durch reden lernen!

Frei reden lernen – geschafft! Der Tag ist gekommen und Sie stehen vor ihrem Publikum. Suchen Sie sich ihren Platz, aber plappern Sie auf keinen Fall direkt los. Nicht nur Sie müssen sich auf ihre Zuhörer einstellen, sondern auch umgekehrt. Um Angst und Lampenfieber entgegenzuwirken, halten Sie sich ruhig fest (Rednerpult, Mikrofon) oder suchen Sie sich einen optischen Fixpunkt. Augenkontakt ist nie verkehrt!

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