Präsentation halten – wie Sie die Aufregung in den Griff bekommen

Präsentation halten

Eine Präsentation halten ist in der heutigen Zeit in nahezu jedem Beruf erforderlich. Insbesondere schüchterne Menschen haben hier jedoch enorme Probleme. Hier erfahren Sie, wie Sie trotz Ihrer Schüchternheit erfolgreich eine Präsentation halten können.

Präsentation halten – ein Albtraum für Schüchterne

Schüchterne Personen haben ein echtes Problem, wenn sie aufgefordert werden, eine Präsentation vor Kollegen oder Kunden zu halten. Solche Personen befürchten, einen Verlust ihres Gedächtnisses oder einen Blackout während des Haltens der Präsentation zu bekommen. Sie haben Ängste davor, dass aus dem Publikum kränkende Bemerkungen fallen werden oder einzelne Teilnehmer nach und nach den Saal verlassen werden. Knapp eine Woche vor der Präsentation treten verstärkt Symptome wie ein sehr schlechter Schlaf und Appetitlosigkeit auf. Die Nacht vor der geplanten Präsentation wird seitens dieser Menschen in nackter Panik erlebt.

Personen, die introvertiert oder schüchtern sind, aber auch solche, welche kaum über Selbstbewusstsein verfügen haben mit dem Halten von einer Präsentation erhebliche Mühen. Selbst der Besuch eines Seminares über Rhetorik kann hieran oftmals nichts ändern.

Aneignen von bestimmten Techniken hilft

Es hat sich in solchen Fällen bewährt, sich ganz bestimmten Techniken anzueignen, mit deren Hilfe die Aufregung in den Griff zu kriegen ist. Eine davon besteht darin, das Risiko auf sich zu nehmen und ehrlich zu sein. Versuchen Sie auf keinen Fall, Ihre Aufregung zu überspielen! Die Mimik können Sie sicher mit ein wenig Übung perfekt verstellen, aber mit Ihrer Stimme gelingt dies nicht. Diese verrät, wie es tatsächlich in Ihnen aussieht. Seien Sie also ehrlich zum Publikum, geben Sie zu, dass Sie aufgeregt sind. Damit erreichen Sie weitaus mehr als mit Überspielungsversuchen. Denn Sie bekommen sofort die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Zuhörer zu spüren.

Mit etwas Unerwartetem beginnen

Beginnen Sie Ihre Präsentation einfach einmal mit etwas völlig Unerwartetem. In der Regel wird von den Zuhörern zunächst eine der üblichen Begrüßungen oder ein Überblick über die Thematik erwartet. Dies wirkt auf das Publikum äußerst langweilig. Sagen Sie auch nicht, dass Sie sich über das zahlreiche Erscheinen freuen, wenn dem gar nicht so ist. Sagen Sie beispielsweise, wie Sie sich wirklich gerade fühlen. Damit erlangen Sie die volle Aufmerksamkeit. Sie werden sehen, Sie fühlen sich wesentlich ruhiger und können ganz entspannt ihre Präsentation halten.

Vor der Präsentation Kontakte knüpfen

Nutzen Sie die Gelegenheit, schon vor Beginn der Präsentation Kontakte zum Publikum zu knüpfen. Die Leute kommen in der Regel nacheinander in den Saal. Fangen Sie einfach mit beliebigen Personen ein ganz belangloses Gespräch an, beispielsweise über das Wetter. Dies hat den positiven Effekt, dass Sie einerseits gleich ein wenig das Freisprechen üben können und andererseits können Sie die angesprochenen Menschen im Verlauf der Präsentation als Anker nutzen. Sie schauen diese einfach öfters an und werden dann einen freundlichen Blick zurück ernten. Das spornt Sie während des Haltens der Präsentation zusätzlich an.

Nicht hinter einem Rednerpult verstecken

In aller Regel möchte das Publikum die Person, die eine Präsentation hält, auch in voller Größe sehen. Deshalb ist es empfehlenswert auf ein Pult zu verzichten. Auch sollten Sie möglichst wenig von Ihrem Manuskript ablesen, sondern gelegentlich auch einmal Ihren Blick in das Publikum schweifen lassen. Statt eines kompletten Manuskriptes sollten Sie sich lieber einzelne Stichpunkte zum Thema machen und dann frei drauf los reden.

Sorgen Sie für viel Abwechslung während Ihrer Präsentation. Das Publikum kann in der Regel oftmals nicht länger als zwanzig Minuten hintereinander konzentriert zuhören. Stellen Sie Fragen, lockern Sie die Präsentation auf! Dann werden Sie mit Sicherheit mehr Erfolg beim Halten einer Präsentation haben.

Manchmal dauern sie nur wenige Minuten, manchmal Stunden (Quelle)

Vorträge, Präsentationen oder Reden sind ein wichtiges Element in der modernen Geschäftswelt – doch häufig auch sehr langweilig. In Deutschland ist das Problem besonders groß: 84 Prozent der Präsentationen werden als langweilig bzw. einschläfernd empfunden, ganze 97 Prozent werden als verbesserungswürdig bewertet. Vor allem US-Amerikaner trauen ihren Augen und Ohren nicht, wenn sie hierzulande eine Präsentation zu sehen bekommen.

Michael Moesslang kennt die Probleme aus langjähriger Erfahrung. Früher war er Inhaber einer Werbeagentur, heute 5-Sterne-Redner, Dozent an der Hochschule München und Coach. Moesslang hat seine Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst: „So würde Hitchcock präsentieren“.

Die Kernidee ist – wie der Titel erahnen lässt – Spannung zu erzeugen. Was sich leicht anhört, bedingt viele kleine Schritte. Es beginnt mit der Analyse, was falsch gemacht wird. Kennzeichnend für schlechte Präsentationen oder Vorträge sind Zeitmangel, mangelnde Vorbereitung und fehlende Gedanken über Dramaturgie bzw. Spannungsbogen. Moesslang rät: Wenn zu wenig Zeit ist, sollte man lieber ganz auf den Vortrag verzichten. Doch das geht ja häufig nicht.

Langweilige Präsentationen gehören zum Alltag in Unternehmen. Auf der anderen bringt es allein nichts, Show zu machen. Show ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist die Persönlichkeit des Vortragenden, sonst könnte er die Informationen ja auch per Email versenden. „Der Faktor Mensch prägt mehr als alles andere das Image von Unternehmen und Produkten“, schreibt Moesslang. Der Vortragende muss also die Sinne reizen. Das Zwischenhirn reagiert nicht auf Mittelmaß. Zwar reagiert jeder Zuhörer unterschiedlich auf einen Reiz, aber wirklich entziehen kann sich keiner Bildern und Emotionen.

 

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