Nie mehr Füllwörter – Machen Sie Schluss mit ähhm und ehhh

Wer schon mal eine Rede halten oder eine Präsentation vorstellen musste, der kennt sicher das Phänomen Füllwörter. Redepausen werden aus Verlegenheit mit den allseits beliebten Wörtern „ähhm, ehhh oder äh“ gefüllt. Was dem Redner ein paar Sekunden Verschnaufpause verschafft, ist für die Zuhörer eher unangenehm, besonders wenn die Füllwörter fast jeden Satz von dem nächsten trennen. Es ist ja nicht so, dass man kein Verständnis für das nervöse Gestammel des Redners hätte, aber die Qualität des Vortrages wird durch viele Füllwörter herabgesenkt. Doch wie lässt es sich im Schweiße des eigenen Angesichts vermeiden, zu viele ähmms und ehhs in die Rede einfließen zu lassen?

Eigenes Füllwörter Verhalten analysieren

Der erste Schritt hin zu einer Füllwörter – freien Rede ist die Analyse des eigenen Sprachverhaltes während eines Vortrages. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, einen objektiven Zuhörer nach seiner Meinung zu fragen. Lassen Sie sich den Eindruck schildern, denn ein Zuhörer von Ihren Fähigkeiten als Redenschwinger hat und bitten Sie ihn, sein besonderes Augenmerk auf unnötige, gestammelte Satzübergänge zu legen. Dem Redner selbst fällt im Eifer des Gefechts nicht auf, wie oft er sich der Hilfe von Füllwörtern bedient, daher ist ein Blick von außen dringend notwendig. Wenn Sie nicht die Hilfe eines Probezuhörers in Anspruch nehmen möchten, gibt es alternativ noch die Möglichkeit, die eigene Rede zu filmen und anschließend zu sichten.

Ist man sich dessen bewusst, dass man ein Problem hat,  besteht der nächste logische Schritt darin, sich klar zu machen, welches Ausmaß das Problem hat. Kommt es nur 2-3 mal im gesamten Vortrag vor, bedarf das ganze keiner großen Aufmerksamkeit. Verwendet man dagegen in jedem Satz ein- oder mehrere Mal Füllwörter ist eine Änderung dringend angesagt. Wie lässt sich nun das Ausmaß des Problems feststellen? Es gibt eine sehr einfache und banale Methode: Mitzählen. Entweder man beauftragt jemand das zu tun oder man zählt selbst beim Betrachten der Aufzeichnung. Daraus können sich auch interessante Erkenntnisse darüber ergeben, welche Füllwörter das größte Problem darstellen, welche eventuell nur in ganz bestimmten Situationen vorkommen und welche vielleicht nur gelegentlich verwendet werden. Wie schon erwähnt, könnte man jemanden darum bitten, sich während eines Vortrags entsprechende Notizen zu machen, zum Beispiel als tabellarische Strichliste, bei der jede Spalte der Tabelle zur Erfassung eines Füllwortes dient.

Übung macht den Meister

Die Ursachen für verlegene Übergangsphrasen sind Unsicherheit und eine lückenhafte Vorbereitung. Hinzu kann noch kommen, dass der Redner sich bei einem Moment der Stille grundsätzlich sehr unwohl fühlt. Dabei sind einige Redepausen durchaus sinnvoll und können die Zuhörer zum Mitdenken animieren.
Eine gute und umfassende Vorbereitung auf einen Vortrag sind das A und O, um unsicheres Gestammel zu vermeiden. Wer sich sowohl inhaltlich, als auch im Hinblick auf die Präsentation stets übt und hinterfragt, der wird mit der Zeit zu einem immer versierteren Redner werden. Füllwörter werden in der Regel verwendet, wenn der Sprecher darüber nachdenken muss, was er als nächstes sagen möchte. Wer sich mit der Thematik seines Vortrages gut auskennt, der wird seltener in solch eine Situation geraten. Auch das betont langsame Sprechen und das bewusste Innehalten an den richtigen Stellen der Rede können dabei helfen, sich das zwanghafte Vermeiden von Stille abzutrainieren.

Mit Geduld und Spucke

Eine Veränderung Ihrer rednerischen Kompetenzen wird nicht von heute auf morgen stattfinden, aber lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Wenn Sie fleißig vor dem Spiegel oder einem Testpublikum Ihre Reden üben, dann werden Sie bald nicht mehr in peinlich berührte Gesichter im Publikum, sondern nur noch in die glücklichen Augen zufriedener Zuhörer blicken. In diesem Sinne, ähhh…. gutes Gelingen beim Füllwörter eliminieren.

Schon gelesen?

Nie wieder ähm – 7 Tipps gegen Füllwörter
So üben Sie Ihre Rede oder Präsentation
Gute Rhetorik im Vorstellungsgespräch