Rhetorik Übungen – so trainieren Sie Ihre Redefähigkeit

Mit Vorbereitung und Übung zum Rhetorik Ass

Rhetorik, das ist die Kunst der Rede, die Kunst des Überzeugens und auch die Kunst, sich selbstsicher zu präsentieren. Da sich die Wenigsten von Anfang an vor einer Gruppe wirklich sicher und wohl fühlen, bedarf es einiger Vorbereitung und Erfahrung, um erfolgreich überzeugend wirken zu können. Rhetorik Übungen können dabei Hilfe leisten und vermeiden viel Stress, Schweiß und peinliche Momente.

Vorbereitung – Vorsicht ist die Mutter der Redeangst!

Vor allem die ersten Präsentationen fallen einigen sehr schwer. Wer sich noch nicht selbst von seinen Fähigkeiten überzeugen konnte, ist unsicher. Das Publikum bekommt dies natürlich mit. Doch Entwarnung kann gegeben werden: Redner und Zuhörer, Später auch Sender und Empfänger genannt, sind Menschen. Kritik kann es geben, doch ist diese meist sehr nett formuliert. Niemand muss, so gesehen, um sein Leben fürchten. Darum gilt die Regel Nr. 1: Ruhe bewahren. Wer sich auf ein Thema vorbereiten möchte, sollte sich selbst folgende Fragen stellen:

– Was ist der Kern der Aufgabenstellung
– Vor welchem Publikum wird gesprochen
– Was ist das Ziel des Vortrages/ Was soll das Publikum mit nach Hause nehmen
– Anwendung der W-Fragen auf das Sachgebiet 

Rhetorik Übungen sind nur möglich, wenn ein recherchiertes Themenfeld zur Verfügung steht. Wer die Vorbereitung abgeschlossen hat, auf die W-Fragen, wie Wer, Wie, Was, Wieso, Weshalb und Warum eingegangen ist, kann bereits mit Rhetorik Übungen beginnen. Zur Übung der freien Rede genügt ein Grundwissen des Inhaltes. Der Sprachstil sollte sich auch in der Rhetorik Übung an die späteren Empfänger der Informationen richten.

Schritte für Rhetorik Übungen / Freie Rede:

  1. Hintergrundwissen sammeln
  2. vor einen Spiegel stellen
  3. Versuchen eine Zeitvorgabe zu erfüllen, zunächst 10, später bis zu 20, oder mehr Minuten 

Sicherheit vor der Gruppe

Wer zunächst mit sich selbst redet, lernt sich kennen und sammelt bereits erste Erfahrungen um später mehr Sicherheit zu haben. Um mit Rhetorik Übungen noch mehr Sicherheit vor einer Gruppe zu sammeln, sollte man sich Freunde und Bekannte einladen und diese bitten, die Hörerschaft zu spielen. Auch hier können gezielte Fragen bereits gut auf die Interaktion zwischen Sender und Empfänger vorbereiten.

Rhetorik Übungen machen den Meister

Nachdem die ersten Sätze vor der Gruppe gesprochen sind und auch der Vortrag erfolgreich war, wird es immer leichter und die Fähigkeit, auch frei und ohne Vorbereitung zu reden wird immer größer.

Rhetorik Übungen

Hier noch 2 bewährte Übungen, einmal um den passiven Wortschatz zu erweitern und die zweite Übung dient der deutlicheren, besseren Ausdrucksweise:

Passiven Wortschatz in aktiven Wortschatz verwandeln 

Für den Redner ist es von großer Wichtigkeit, sich differenziert ausdrücken zu können. Auch Sie können dies erreichen, indem Sie einen Teil Ihres passiven Wortschatzes in aktiven Wortschatz verwandeln. Die folgenden 3 Übungen helfen Ihnen dabei:

1. Übung

Lesen Sie Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften laut vor und erfassen Sie dabei gedanklich die einzelnen Begriffe, deutsche Wörter und Fremdwörter. So erweitern Sie Ihren passiven Wortschatz.

2. Übung

Versuchen Sie, die Ihnen unbekannten Wörter durch Ausdrücke gleicher oder ähnlicher Bedeutung zu ersetzen. So vertiefen Sie Ihr Verständnis für neu gefundene Ausdrücke.

3. Übung

Ersetzen Sie umgekehrt alle allgemeinen Ausdrücke im Text durch Ihnen bekannte Synonyme. Dadurch erweitern Sie Ihren aktiven Wortschatz und verwandeln den zuvor erweiterten passiven Wortschatz in aktiven Wortschatz.

Sprechtraining für deutliche Aussprache

  • Marianne möchte am nächsten Sonntag gern Muscheln essen.
  • Magst du Marmelade oder Müslimus am Morgen?
  • Der Dampfer ist mit Mann und Maus im Meer versunken. 
  • Niemand von uns hat Mehreinnahmen von mehr als neunhundert Euro im Monat.
  • Susanne kann noch nicht einmal mit einer Nähmaschine umgehen.
  • Freunde in der Not gehen hundert auf ein Lot.
  • Ein Wiesel saß auf einen Kiesel inmitten Bachgeriesel.
  • Wie du mir, so ich dir.
  • Wir müssen gute Miene zum bösen Spiel machen.
  • Diesem widerlichen Treiben werden wir einen Riegel vorschieben.
  • Dieses Jahr gab es wieder viele Fliegenpilze.
  • Was man nicht zu verlieren fürchtet, hat man zu besitzen nie geglaubt und nie gewünscht.
  • Ich kann nirgends meinen Schirm finden.
  • Der Wirt bringt inzwischen das Geschirr ins Zimmer.
  • Es ist wirklich schlimm, dass der Schiffer nicht schwimmen kann.
  • Und hier noch ein extra Sprechtraining für Franken (halb Scherz / Halb ernst)
  • Tadelnder tastender Tor trägt trüben Tag.
  • Der Tote wäre beinahe dem Tode entronnen.
  • Dürer macht die Türe zu.
  • Paul, Peter! Prost, prüde Pauline.
  • Ein Lappe in Lumpen labt die Lippen mit Labe.
  • ta – da, te – de… ba-pa, be-pe…

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