Die 20 wichtigsten tipps und kniffe um ein Meister zu werden

Rhetorische Mittel oder auch Rhetorische Stilmittel werden gerne auch als Stilfiguren bezeichnet. Gemeint sind damit alle sprachlichen Mittel, die für eine Ausgestaltung von Texten benötigt werden.

Kaum ein Gedicht, eine Rede oder ein Prosatext wird nicht durch rhetorische Mittel aufgewertet. Mit ihnen kann beim Leser oder Zuhörer eine bestimmt Wirkung erzielt werden. Das kann sehr vorteilhaft sein, wenn der Leser derart beeinflusst wird, so dass es ihm ohne Umschweife gefällt.

In vielen Fällen kann sich der Leser durch rhetorische Mittel viele Dinge bildlich vorstellen und somit besser verstehen. Andersherum schaffen es viele Politiker durch gut platzierte rhetorische Stilmittel, die Wähler zu manipulieren.

Bei einem Texte sollte man daher nicht nur auf den Inhalt achten, sondern auch auf die gewählte Sprache.

Rhetorische Stilmittel können vielseitig eingesetzt werden.

20 Wichtige rhetorische Stilmittel sind – Stilmittel, Erklärung

Allegorie ein Gleichnis, eine Verbildlichung.

Beispiel: Wird häufig bei Die Allegorie wird häufig in der Bibel und in Fabeln eingesetzt.

abstrakten Ideen eingesetzt, Darstellung einer Der Fuchs ist listig, der Rabe eitel komplexen Situation.

 

Anapher eine Wiederaufnahme, oder Wiederholung ganzer Wortgruppen oder Wörter

Beispiel: Die wohl bekannteste Anapher von Friedrich Schiller: Der Mohr Wortgruppen oder Wörter hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.

 

Ellipse ein unvollständiger Satz

Beispiel:  Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

 

Euphemismus einen negativen Aspekt schönreden

Beispiel: entschlafen statt gestorben, Nullwachstum statt Stagnation

 

Hyperbel eine starke Form der Übertreibung

Beispiel: Das habe ich schon tausendmal gesagt.

 

Ironie Das Gegenteil des Geschriebenen oder Gesagten meinen.

Beispiel: Geht ein Geschirr zu Bruch, ist die Aussage: “Das hast du ja wieder super gemacht.” ironisch gemeint.

 

Katachrese eine Vermengung von nicht zusammengehörigen Begriffen

Beispiel: Der Zahn der Zeit

 

Etymologische Figur verbundenes Verb mit einem stammverwandten Substantiv

Beispiel: ein Spiel spielen, einen Graben graben

 

Floskel eine oberflächliche, eher banale Bemerkung

Beispiel: So ist das Leben. Da kann man nichts machen.

 

Inversion verdrehte Satzteile

Beispiel:  Im Garten der Hund bellte.

 

Oxymoron widersprüchliche Aussagen

Beispiel:  warmer Winter, alter Knabe

 

Parenthese ein kleiner Einschub, eine Zwischenbemerkung

Beispiel:  Ich möchte, wenn ich einmal kurz stören darf, nur etwas fragen.

 

Paronomasie in gleicher Wortlaut, andere Bedeutung

Beispiel:  Leib – Laib, Lärche – Lerche

 

Periphrase die Beschreibung eines Begriffes durch einzelne Merkmale

Beispiel:  der Tapfere anstatt Held, der Allmächtige anstatt Gott

 

Litotes eine Untertreibung, doppelte Verneinung

Beispiel:  Er ist nicht hässlich anstatt schön, nicht unbekannt anstatt berühmt

 

Pleonasmus doppelte Beschreibung, Wort ist im Substantiv enthalten

Beispiel:  Stillschweigend, alter Greis, Rückantwort, persönliche Anwesenheit

 

Rhetorische Frage eine Scheinfrage

Beispiel:  Bist du noch bei Verstand? Wer ist schon perfekt?

 

Synonym ein ähnliches, sinnverwandtes Wort

Beispiel:  schreien – rufen, scheinen – leuchten, singen – trällern

 

Tautologie Wiederholung durch ein sinnverwandtes Wort

Beispiel:  voll und ganz, klar und deutlich

 

Klimax eine Steigerung des Gesagten

Beispiel:  er trauerte, er weinte, er schrie

 

Rhetorische Mittel richtig anwenden

Täglich werden rhetorische Stilmittel genutzt. Teilweise bewusst, aber oft auch unbewusst werden rhetorische Mittel eingesetzt, um etwas zu erklären oder beschreiben. Besondere Vorsicht ist bei der Ironie zu beachten. Das kann für den Gesprächspartner entweder lustig oder aber beleidigend herüberkommen.

Bei einer Rede werden gezielt rhetorische Stilmittel genutzt, um den Zuhörer zu fesseln und auf die eigene Seite zu ziehen. Rhetorische Mittel müssen so eingesetzt werden, dass der Sachverhalt klar vermittelt wird, und jeder Kommunikationspartner (Zuhörer, Leser) genau weiß, was gemeint ist. Die Satzstruktur und die Betonung spielt eine ebenso große Rolle, wie der eigentliche Inhalt.

Welche Beispiele kennen Sie, für den Einsatz rhetorischer Mittel?
Haben Sie bereits Erfahrungen damit gemacht?