Gute Reden – es kommt immer auf den Aufbau an

Reden werden viele gehalten, aber nicht alle Reden sind auch so gut, dass sie die Zuhörer vom Anfang bis zum Ende fesseln. Dabei ist es nicht allzu schwer eine wirklich gute Rede zu halten, alles, was dafür notwendig ist, das ist ein perfekter Aufbau der Rede. Nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz, die wichtigsten Aussagen auf den Punkt bringen und nie das Ziel, die Zuhörer zu unterhalten, aus den Augen verlieren – das sind die Kriterien, die beim Aufbau einer guten Rede zählen.

Welches Ziel hat die Rede?

Noch bevor es an die Planung und den Aufbau einer Rede geht, muss zunächst einmal festgestellt werden, was das eigentliche Ziel der Rede ist. Soll die Rede nur unterhalten? Soll sie die Zuhörer informieren oder soll sie überzeugen? Die nächste Frage lautet: Wie muss die Rede aufgebaut werden, damit sie die Zuhörer informiert, überzeugt oder unterhält? Was gilt es zu beachten und welcher Aufbau passt zu welcher Rede? Wenn feststeht, welchen Inhalt die Rede haben soll und welches Ziel sie verfolgt, dann beginnt die Recherche. Der Redner oder der Redenschreiber sollten sich so gut es geht informieren, was immer dann von großer Bedeutung ist, wenn es gilt, die Zuhörer zu überzeugen. Wer selbst nicht von dem überzeugt ist, was er in seiner Rede vorstellt, der kann auch sein Publikum nicht überzeugen.

Der Aufbau einer guten Rede

IMG 00074 Gute Reden – es kommt immer auf den Aufbau an

Jede Rede besteht aus drei Teilen, dem Anfang, dem Mittelteil und dem Ende. Am Anfang sollte der Redner zunächst seine Zuhörer begrüßen, denn Höflichkeit kommt immer gut an. Im Anschluss werden der Titel und das Thema der Rede bekannt gegeben, bevor der Redner in einer groben Gliederung die Rede zusammenfasst. Der mittlere Teil der Rede ist das Zentrum, das Herz, denn hier verpackt der Redner, seine nach Möglichkeit spannenden und unterhaltsamen Informationen, seine Argumente und lässt, wenn es nötig ist, auch Meinungen und Analysen mit einfließen. Geht die Rede dem Ende entgegen, dann wird es Zeit für eine Zusammenfassung in kurzen prägnanten Worten, eventuell gibt es noch eine perspektivische Meinung und nicht vergessen, der Redner bedankt sich bei seinen Zuhörern.

Den Zweck nicht aus den Augen verlieren

Jede Rede verfolgt einen bestimmten Zweck. Die Zuhörer sollen unter anderem dazu aufgefordert werden, etwas zu kaufen, zu spenden, zu wählen, auf etwas zu hoffen, es weiterzuerzählen oder ganz einfach nur sich zu erinnern oder sich Gedanken um die Zukunft zu machen. Bei einer guten Rede gelingt es dem Redner die Zuhörer zu überzeugen, und er gibt ihnen einen Mehrwert. Die Rede sollte immer so gestaltet werden, dass die Zuhörer sich an das, was gesagt wurde, auch erinnern können, denn wenn sie die Rede schnell wieder vergessen, dann hat sie ihren Sinn und vor allem auch ihren Zweck nicht erfüllt.

Was sollte bei einer Rede vermieden werden?

Es gibt einige „No Go’s“, wenn es um Reden geht. Komplizierte Schachtelsätze gehören zum Beispiel dazu, denn hier verlieren sowohl der Redner als auch seine Zuhörer schnell den Faden. Auch zu viele Füllwörter können zu einem Problem werden, denn jedes „aber, oder, und“ machen die Rede zwar lang, interessant wird sie so aber leider nicht. Fremdwörter sind der Tod einer guten Rede, denn wenn der Redner seine Zuhörer mit Fremdwörtern bombardiert, die vielleicht nicht alle verstehen, dann werden sie sich mit Sicherheit nicht lange an die Rede erinnern. Der Redner sollte immer auf Augenhöhe mit seinen Zuhörern sein, denn wenn er im wahrsten Sinne des Wortes von oben herab zu ihnen spricht oder, was noch schlimmer ist, arrogant auftritt, dann werden ihn die Zuhörer nicht Ernst nehmen und seine Rede entsprechend mit Desinteresse quittieren.

„Wiederholungen sind das A und O einer guten Rede, denn der Zuhörer kann nicht zurückblättern oder einen Satz noch einmal lesen. Sie nehmen im hinteren Teil Ihrer Rede Bezug auf eine Sache, die Sie ganz am Anfang erzählt haben? Dann wiederholen Sie diese Sache auf jeden Fall! So vermeiden Sie, dass Ihre Zuhörer abschweifen und der Frage nachgehen: Was hatte er am Anfang gesagt? Selbst das intelligenteste Publikum ist dankbar, wenn es nicht so viel nachdenken muss.“

„Was wollen wir erreichen, wenn wir eine Rede halten? Das Publikum soll uns zuhören. Die Menschen sollen danach noch wissen, was wir erzählt haben. Und im besten Fall haben wir unsere Zuhörer sogar gut unterhalten. Dies alles ist gar nicht so schwer, wenn man ein paar Regeln befolgt“.

„Ganz wichtig, wenn Sie eine Rede halten: Beschränken Sie Ihren Inhalt. Manchmal gehen die Pferde mit uns durch. Wir wollen unserem Publikum einen Gefallen tun und erzählen ALLES, was wir wissen. Diese Absicht ist sicher edel. Aber unsere Zuhörer werden es uns nicht danken. Denn wir überfordern sie, wenn wir ihnen zu viel erzählen“. Quelle

Schon gelesen?

Redenschreiber – kann das jeder werden?
Reden schreiben – immer die richtigen Worte finden
Präsentieren lernen ist keine Kunst