Die 7 größten Fehler bei einer Hochzeitsrede inkl. Checkliste

Zu einer perfekten Hochzeit gehören auch Hochzeitsreden

Diese können vom Trauzeugen gehalten werden, von den Brauteltern, den Eltern des Bräutigams und natürlich auch von dem Brautpaar selbst. Bei manchen Hochzeiten übernehmen auch gute Freunde die Gelegenheit für eine Hochzeitsrede oder auch die Geschwister des Bräutigams oder der Braut.

Die beste Zeit für die Hochzeitsrede ist dabei nach der Trauungszeremonie und bevor das Festessen beginnt. Dabei kann jeder Redner die Hochzeitsrede ganz nach dem eigenen Geschmack gestalten. Dennoch können auch hier einige gravierende Fehler passieren.

Die Vorbereitung der Hochzeitsrede

1. Reihenfolge vorher festlegen

Möchten mehr als eine oder zwei Personen eine Hochzeitsrede halten, so sollte bereits bei der Hochzeitsplanung die Reihenfolge der Redner festgelegt werden. Traditionellerweise beginnt hier der Brautvater. Dieser sollte seine Rede vor dem Festessen halten können während weitere Reden durchaus zwischen den Folgen des Menüs platziert werden können.

2. Vorbereitung der Rede

Eine Rede ist nur dann gut, wenn der Redner sich vorher auch Gedanken gemacht hat, über was er reden möchte. Hier sollte unbedingt beachtet werden, was für das Brautpaar wichtig ist und was nicht. Zur Unterstützung sollte möglichst ein Stichwortzettel angefertigt werden, damit der Redner den Faden nicht verliert.

Vorgefertigte und einfache Reden, die überall zu finden sind, wirken unpersönlich und werden zudem als solche auch von den meisten Menschen erkannt. Was gehört in eine Hochzeitsrede? Natürlich die Beziehung des Redners zum Hochzeitspaar, vor allem aber sollte sich die Rede um das Paar drehen und nicht um den Redner.

So kann über das Kennenlernen gesprochen werden, interessante und lustige Anekdoten von der Braut oder dem Bräutigam sind ebenfalls immer willkommen.

3. Rededauer

Gerade wenn mehrere Menschen eine Rede halten möchten, so sollte die Dauer der Rede auf etwa 5 Minuten beschränkt werden.

Hier gilt: Je enger die familiäre Beziehung, desto länger ist erlaubt. Ob man dies ausnutzt, sollte allerdings gut überlegt sein. Jeder kennt, oder besser fürchtet die Rede des Brautvaters die – tatsächlich 10 Minuten – gefühlt eine halbe Stunde dauert, und die Hochzeitsgesellschaft in die Nähe der Narkose bringt.

Deshalb ist die 5-Minuten Regel sehr sinnvoll, für entfernte Verwandte, die ungeübte Redner sind, kann die Rede gerne auch kürzer sein. Auch in 2-3 Minuten lässt sich das Wesentliche sagen.

4. Beschaffenheit der Rede

Nicht die langen Reden bleiben den Gästen in Erinnerung sondern eher die kurzen und die am knackigsten und humorvollsten Reden. Diese bieten dem Publikum immer die beste Unterhaltung. Sie sollte für das Brautpaar positiv und motivierend für die weitere gemeinsame Zeit sein.

5. Inhalt der Rede

Natürlich kann man in seiner Hochzeitsrede persönliche Dinge über und vom Brautpaar ansprechen. Hierbei muss aber unbedingt beachtet werden, dass in der Rede keine Vertraulichkeiten ausgeplaudert werden oder dass jemand in dieser Rede bloßgestellt wird.

Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, die Rede nicht einseitig zu halten. Dass ein Brautvater vor allem an seiner Tochter Interesse hat mag ja verständlich sein, wenn sich die Rede aber nur um seine Tochter dreht und der

Bräutigam soz. abgemeldet ist, hat die Rede ihr Ziel komplett verfehlt.

6. Was hat in der Rede nichts zu suchen

Die Rede soll bei Jedem in guter Erinnerung bleiben. Hier ist kein Platz für Warnungen, welche Gefahren eine Ehe mit sich bringen kann oder für den erhobenen Zeigefinger. Auch negative Aspekte der Beziehung des Brautpaares in früheren Zeiten haben in der Rede nichts zu suchen.

7. Ungeübte Reden

Wer eine gute Rede halten möchte, der sollte sie vorher am besten üben. Ungeübte Reden wirken meist nicht authentisch und unnatürlich. Eine geübte Rede hilft auch, Unsicherheit zu überwinden und das Lampenfieber im Zaum zu halten. Hier weitere Tipps für die perfekte Hochzeitsrede.

Hochzeitsreden Checkliste

  • Über wen rede ich?
  • Welchen Leitgedanken habe ich mir ausgesucht?
  • Gute Reden schreibt man selbst und sind persönlich –
    vermeiden Sie also Fremdschreibfehler!
  • Die Gliederung folgt drei Punkten: Einleitung, Hauptteil, Schluss
  • Der Leitgedanke soll immer wieder auftauchen,
    und zwar in verschiedenen „Beleuchtungen“
  • Die Sätze sind kurz und ohne lange Klemmkonstruktionen
  • Keine Bürokratensprache: aktiv statt passiv, keine Verneinungen,
    konkret ist besser als abstrakt
  • Keine heiklen Themen aufgreifen
    (Ex-Beziehungen und Scheidungen, Vorsicht bei Pannen)
  • Stichwortliste anlegen und als Spickzettel bei der Rede verwenden
  • Rede ein paar Mal vor Freunden üben
  • Lampenfieber gehört dazu – Versprecher und Nervosität machen
    den Vortrag menschlich

Quelle

Nun wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Ihrer nächsten Hochzeitsrede.

Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Thema gemacht, sei es selbst als Redner, oder als Zuhörer in einer Hochzeitsgesellschaft?

Rüdiger Vogel

Ihr Rhetoriktrainer und Vortragscoach

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