Besser präsentieren.

Eine Präsentation ist im Grunde immer eine Verkaufsveranstaltung, auch wenn häufig nicht direkt etwas verkauft wird. Der Präsentierende stellt ein Produkt, eine Idee, eine Strategie vor, die er seiner Zuhörerschaft vermitteln und sie davon überzeugen möchte. Wie müssen daher nicht zwischen den genannten Fällen unterscheiden, weil das Ziel das gleiche ist. Auch müssen wir nicht zwischen externen, internen oder privaten Zuhörern unterscheiden. Wer besser präsentieren will, der muss in der Lage sein, seine Zuhörerschaft zu erreichen. Er muss nicht nur Interesse am Thema selbst, sondern auch am Vortrag und am Vortragenden selbst wecken. Besser präsentieren heißt mehr Interesse und mehr Begeisterung wecken, es bedeutet die Bedürfnisse der Zuhörer zu kennen, es bedeutet die richtigen Emotionen zu wecken und es heißt, so zu agieren, dass das Publikum Vertrauen zu dem Präsentierenden hat.

Der Einstieg und allgemeine Stilmittel

Bevor die Präsentation startet, ist es natürlich unerlässlich, sich dem Rahmen der Veranstaltung entsprechend vorzustellen. Möglicherweise macht es Sinn, darzulegen, warum gerade Sie und niemand anders diesen Vortrag hält. Wichtig um besser präsentieren zu können ist es, den Inhalt der Präsentation in- und auswendig zu kennen. Der ständige Blick auf die Wand oder auf den Rechner schafft eine Kluft zwischen dem Vortragenden und Zuhörern. Ständiger Blickkontakt zeugt von Interesse am Publikum. Wer besser präsentieren möchte, vermittelt das Gefühl, dass das Publikum wichtiger ist, als die Präsentation. Und wer richtig gut präsentieren möchte, vermittelt nicht nur dieses Gefühl, sondern fühlt tatsächlich so. Wie erreicht man dieses Gefühl? Dazu ist es notwendig sich so intensiv wie nur möglich mit dem Thema im Vorfeld auseinander zu setzen, und sich die Frage zu stellen, welche Hilfe und welchen Nutzen der Präsentierende den Zuhörern zu bieten hat. Selbstverständlich ist dazu auch nötig, sich so detailliert wie möglich mit den zu erwartenden Zuhörern auseinander zu setzen.

Der Inhalt

Wichtig bei einer Präsentation ist natürlich der Inhalt. Inhalt und Redezeit sollten natürlich aufeinander abgestimmt sein. Viel wichtiger jedoch ist, dass der Inhalt auf die Zuhörerschaft zugeschnitten ist. Zu viel Information kann den Zuhörer sehr schnell erschlagen. Es besteht die Gefahr, dass der Vortragende sein Publikum verliert und die Aufmerksamkeit deutlich abnimmt. Daher sollte bei der Erstellung der Präsentation klar sein, welche Informationen das Publikum wirklich benötigt und vor allem auch interessiert. Wer sein Publikum besser kennt und seine Bedürfnisse berücksichtigt, wird zwangsläufig besser präsentieren. Es gilt die Regel: So viel Information wie notwendig und so wenig Information wie möglich. Wer eine Waschmaschine kauft, muss deren Bedienung verstehen können, nicht aber die Funktionsweise bis ins kleinste Detail kennen.

Aufbau und Abfolge der Folien

Die Folien oder Slides sollen eine Art Geschichte erzählen. Sie sollen logisch aufeinander basiert sein. Ein roter Faden hilft zudem auch dem Vortragenden selbst, selbigen nicht zu verlieren. Zudem ist es so viel leichter, die Zusammenhänge darzustellen. Wer es schafft, eine Art Spannungsbogen aufzubauen, der weckt das Interesse und fesselt die Zuhörer weil sie das Bedürfnis haben, zu erfahren, was als nächstes kommt. Selbst bei einem noch so trockenen Thema helfen Metaphern und ähnliche Stilmittel den Bezug zum alltäglichen Leben herzustellen. Dies kann je nach Publikum dem Verständnis dienen oder aber auch eine heitere Note beinhalten. Dazu passend kann die Präsentation auch einige Animationen enthalten, die einerseits auflockernd, andererseits aber auch den Gesamtkontext unterstreichen. Zum Beispiel kann eine Seite nach und nach mit Informationen gefüllt werden, ohne dass für jede einzelne Information eine neue Seite erstellt wird. Wer besser präsentieren möchte, sollte daher viel Mühe und Phantasie in seine Folien investieren.

Interaktion mit dem Publikum

Wie bereits erwähnt erwähnt gilt es, die Aufmerksamkeit der Zuhörer stets aufrecht zu erhalten. Wer besser präsentieren möchte, sollte daher in eine Art Dialog mit dem Publikum treten. Je nach Thematik macht es Sinn, bereits während der Präsentation Fragen zuzulassen. Hier ist natürlich darauf zu achten, dass der Vortragende selbst das Heft in der Hand behält. Wer höflich darum bittet, weiter reichende Informationen in anderem Rahmen anzubieten, erntet in den meisten Fällen mehr Respekt als wenn er sich einer hitzigen Debatte hingibt. Ein Hinweis auf die begrenzte Zeit ist dann auch im Sinne derer, die an diesem speziellen Thema nicht interessiert sind sondern darauf warten, das es endlich weiter geht. Das Mittel der Rhetorik kann im Verlaufe eines Vortrages dabei helfen, die Zustimmung der Zuhörerschaft zu erlangen. Nichts überzeugt mehr, als die Überzeugung erweckt zu haben, dass das, was vermittelt werden sollte, des Zuhörers ureigene Meinung ist. Eine Idee erst dann in der Präsentation zu zeigen, nachdem die Zuhörer diese selbst genannt hat, ist die Kür im Bestreben, besser präsentieren zu können.

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