5 Tipps für eine gute Beziehung zum Publikum

Warum ist für jeden Redner und Vortragenden eine gute Beziehung zu seinen Zuhörern von elementarer Bedeutung?

In aller Regel möchte der Redner sein Publikum von etwas überzeugen, von seiner Meinung, von einer Dienstleistung, einem Produkt, einem Argument usw. Um jemanden zu überzeugen reichen Sachargumente alleine aber nicht aus, es ist unbedingt nötig neben der Inhaltsebene auch die Beziehungsebene zu Ihren Zuhörern zu erreichen und entsprechend aufzubauen.

Wie kann man eine wirklich gute Beziehung zu seinem Publikum aufbauen und sich nicht nur stumpfen Respekt, sondern wirkliche Aufmerksamkeit verschaffen? Ganz wichtig ist, sein Publikum zu kennen. Denn nur wenn man wirklich weiß, welchen Bildungsgrad, welche Bedürfnisse und Interessen das Publikum hat, kann man gezielt darauf eingehen und so die Aufmerksamkeit in seine Richtung lenken.

Wer früher kommt, sorgt für positive Akzente und stellt durch die Begrüßung, sowie vorab mögliche Gespräche mit einigen Zuhörern Nähe her. Natürlich sollte man nicht vergessen, die bereits bekannten Zuhörer bei der späteren Rede einzubeziehen und sie direkt anzusprechen.

Mit 5 einfachen Tipps zu mehr Aufmerksamkeit

Wie in der Einführung erwähnt, will das Publikum die Nähe und möchte direkt angesprochen werden. Die Intention eines persönlichen Gesprächs schafft eine höhere Akzeptanz und schließt aus, dass der Redner sich in eine gehobene und für den Zuhörer schnell abgehoben wirkende Position begibt. Blickkontakt bringt Selbstbewusstsein zum Ausdruck und zeigt außerdem auf, dass der Redner selbst Interesse an seinen Zuhörern hat. Wird der Blickkontakt vermieden, strahlt dies neben der Unpersönlichkeit auch Desinteresse aus.

Der Blickkontakt zum Publikum fällt nicht immer einfach, vor allem, wenn sich das Publikum aus einer großen Anzahl an Zuhörern zusammensetzt. Hier hilft es, die bereits bekannten Gäste gezielt anzusehen, aber auch die persönliche Ansprache zu bisher noch unbekannten Zuhörern zu wählen. Der direkte Kontakt unterstützt das Image und sorgt für Glaubwürdigkeit.

Neben diesen Aspekten ist die Kleidung, sowie der Auftritt an sich ein wichtiger Faktor. Das Outfit sollte dem Anlass und den Gästen angepasst, dabei aber immer ein wenig eleganter als das Outfit der Zuhörer sein. Ein unangepasstes Outfit geht meist als Schuss nach hinten los und lässt den Redner entweder fehl am Platze, oder aber fremdartig und unnahbar wirken. Ein offener und freundlicher Auftritt, der weder angepasst noch zu offensiv sein sollte, ist zu bevorzugen.

Das Publikum weiß Aktivität zu schätzen

Was will man erreichen und welchen Eindruck sollen die Zuhörer erhalten? Diese Frage sollte man sich natürlich im Vorfeld beantworten. Durch Storytelling lässt sich Spannung aufbauen, halten und dabei mit einer gewissen Portion Humor auf den Punkt kommen. Man kann mit einer Geschichte beginnen, oder aber seine Aussagen in einer fließenden Story unterbringen. Am besten bezieht man das Publikum ein und vermittelt nicht den Eindruck, als Alleinunterhalter zu fungieren und die Aufmerksamkeit zu fordern.

Durch die Einbeziehung der Zuhörer verbessert sich die Beziehung zum Publikum und man schafft eine Nähe, die den Redner als Menschen mit Emotionen und eigenen Gedanken stehen lässt.

Last but not least kommt die Verständlichkeit. Der Redner kann nicht davon ausgehen, Fachmänner mit gleichem Wissensstand wie er selbst als Zuhörer zu haben. Spielerische Aktionen, sowie der Einbau wirklicher Spiele und die Förderung der Aktivität des Publikums haben sich als hilfreiches Mittel bewährt.

Wer selbst mit Charme und Esprit, sowie dem eigenen Humor überzeugt, wird sich dem Publikum wie von selbst nähern und kann auf eine rege Mitarbeit hoffen. Natürlich möchten die Zuhörer animiert werden. Dies geschieht, in dem man sie in die Handlung einbezieht und sich nicht allein auf eine Rede oder die Vermittlung von Inhalten, sondern auf ein von Sympathie getragenes Miteinander bezieht.

Jeder Mensch liebt die Unterhaltung und weiß Mitmenschen zu schätzen, die ihn zum Lachen bringen. Orientieren Sie sich daran und werden Sie zu einem Gesprächspartner, der alle Inhalte spielerisch und wie nebenbei humorvoll vermitteln kann.

Viel Erfolg bei Ihrer nächsten Rede oder Präsentation. 

Haben Sie weitere Tipps für eine gute Beziehung zu Ihren Zuhörern, die Sie bereits erfolgreich anwenden konnten? Lassen Sie uns teilhaben.

Ihr

Rüdiger Vogel

 

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